Iowa von Innen gesehen. Ein Artikel von Stephen Bloom

Vor etwa einer Woche ist ein Artikel von Stephen Bloom, einem Journalismus Professors von der University of Iowa, veröffentlicht worden und hat seit dem große Wellen geschlagen. Es ist ein relative langer Artikel und nicht unbedingt im einfachsten Englisch geschrieben. Dennoch empfehle ich ihn für jeden der mehr über Iowa lernen möchte.

Der Autor ist verrissen worden für seine Analyse von Iowa. Aber nur getroffene Hunde bellen. So sehe ich das jedenfalls, denn ich teile die beschriebenen Beobachtungen voll und ganz.

Für jeden der den mittleren Westen, insbesondere Iowa, von innen heraus etwas näher betrachten will, kann ich diesen Artikel nur empfehlen:

http://www.theatlantic.com/politics/archive/2011/12/observations-from-20-years-of-iowa-life/249401/

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Iowa State Fair 2011

Alle Jahre wieder kommt die Iowa State Fair. Dieses mal war es mein fünftes Jahr in Folge, dass ich die Fair besucht habe. Wie immer gab es viele Tiere, viele Menschen, viele Hillbillys, und viel ungesundes Essen. Highlight dieses Jahr war ein fritierter Butterstab. Ja, richtig gelesen, die haben einen Stab aus Butter (etwa ein viertel eines deutschen Butterklotzes) erst in einen Teig getunkt und dann das alles fritiert. Probiert habe ich es nicht und ich kenne auch niemanden der diesen Herzinfakt auf Zeit probiert hat. Aber Hautpsache ungesund und auf einem Stäbchen aufgespiest, was ja das Motto der Iowa State Fair ist.

Nik und ich waren diesen Samstag dort, sind gegen 12 Uhr mittags angekommen (es sind halt leider doch über 2 Stunden Fahrt nach Des Moines). Wir sind einmal überall durch geschlendert, ich hatte meinen Funnelcake (das selbe wie Striebele), Nik hat viele Fotos gemacht, wir haben die Butterkuh gesehen (lebensechte Skulpture einer Kuh aus Butter geformt) und dann hatten wir eigenlich auch schon genug in der Hitze (drei Stunden Sonnenschein auf den Kopf reicht).


Da wir schon mal in er großen Stadt waren sind wir noch in die Jorden Creak Mall gefahren, sind bummeln gegangen, haben uns ein paar Klamotten gegönnt und hatten anschließend ein schönes Abendessen in einem der besseren Restaurants dort. Hinterher ging es noch zu Trader Joes, was ein Supermark ist, der zu ALDI Nord gehört und sich auf Bio und Alternativ spezialisiert hat. Das heißt es gab jede Menge vegetarisches Zeugs dort und fantastischen importierten Käse.

Nik hat einige seiner Fotos von der Fair etwas nachbearbeitet und diese Fotos will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Ach ja, und diese riesen Pferde auf den Fotos,… ein Traum. Wenn man diese Tiere sieht bleibt einem der Atem weg. So riesig, so muskelbepackt, so respekteinflösend.

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Ein Wochenendprojekt

Vor einem Monate war unsere Hochzeit und mittlerweile haben wir uns wieder einigermaßen von den Strapatzen erholt. Demnächst erwarten wir die Bilder von unserem Fotografen zurück und ich bin schon gespannt sie zu sehen und einige hier online stellen zu können.

Doch in der Zwischenzeit hatte ich wieder etwas Zeit mich um andere Dinge zu kümmern. Zum einen habe ich einen kleinen Garten angelegt, zum anderen hatten wir ein paar nette Wochenendeprojekte die wir erledigt haben.

Von meinem Garten werde ich demnächst mehr berichten und dann auch ein paar Bilder bei fügen.

Unsere Wochenendprojekte haben eigentlich damit angefangen, dass wir wunderbare Geldgeschenke zur Hochzeit bekommen haben und Nik und ich darüber geredet haben was wir mit dem Geld machen wollen, wurde sofort beschlossen, dass alles auf unser Sparbuch kommt, da die Hochzeit ziemlich alle Ersparnisse aufgefressen hatte. Da saßen nun Nik und ich, haben die finanziell richtige Entscheidung getroffen und haben uns etwas traurig angeschaut. Als ich dann vorgeschlagen habe, dass jeder von uns vielleicht einen festen Betrag bekommen sollte und wir den ausgeben können für was immer wir wollen, hat sich die Stimmung sofort gebessert. Ab und an muss man sich ja was gönnen.

Nik ist sofort los und hat sich bei Amazon allerlei Spielzeug für seine Kamera gekauft und ich habe noch ein paar Tage hin und her überlegt, was ich gerne haben möchte. Schlußendlich habe ich mich für einen Werkzeugschrank entschieden. Irgendwie bekommt man den Ingenieur wohl doch nicht aus mir raus. Erst wollte ich nur einen Unterschrank, er es voll getan hätte und zu dem ich später noch weitere Teile hätte zukaufen können.

Dann habe ich gesehen, dass es bei Sears die Werkzeugwägen im Angebot gibt. Wir sind hin und dann meinte die Verkäuferin, als ich nach den Rabatten gefragt habe, dass sie an dem Tag ne Ladung mit Fotomodellen bekommen hätten (also die Schränke die sie für die Kataloge fotografieren, ansonsten unbenutzt) und dass die um 50% runter gesetzt waren. Tja, und dann hatte ich plötzlich einen total geilen Werkzeugwagen, mit Unter- und Oberbau, Kugellager gelagerten Schubladen, verschließbar und von einer der amerikanischen Topmarken. Foto von meinem Spielzeug muss ich noch nachliefern.

Wer einen Werkzeugwagen hat, braucht Werkzeug. Und wer Werkzeug hat muss Handwerkerln. Und wer zudem eine zu kleine Küche mit zu wenig Stauraum, aber wunderbaren Hochzeitsgeschenken für die Küche hat, braucht ne Lösung.

Das zusammen und kombiniert mit drei Trips zum Baumarkt, gab uns dies hier:

Hat Spaß gemacht es zu bauen, wir haben mehr Platz in der Küche und wir verkratzen unsere guten Pfannen nicht mehr beim ineinander stapeln.

Das kleine Projekt hat uns 25 Dollar in Material und 40 Dollar in Werkzeug gekostet. Tja, jeder Handwerker mit ohne Werkzeug weiß wie das so ist (gel Ina?) Aber immerhin habe ich jetzt noch ein volles Set neuer Bohrer für meine Bohrmaschine und eine Balkenfindersensor-Ding mit dem man Balken, Rohre und Kabel in der Wand finden kann (meine Klopftechnik war begrenzt wirksam und bei Pappwänden wie hier und wenn man direkt neben dem Sicherungskasten bohrt, war es schon eine lohnende Investition).

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iPhone 4 – ganz in weiß

Mein Handy Vertrag hier in den USA ist zum ersten mal ausgelaufen. Im Juni 2009 habe einen Handy Vertrag mit AT&T abgeschlossen, mit der üblichen 24 monatigen Laufzeit. Da ich einen Vertrag in Agarwals Familienvertrag bekommen habe (billiger und Telefonate zwischen Familienmitgliedern sind komplett kostenlos) wollte ich auch bei AT&T bleiben. Und das obwohl die hier in Iowa nicht unbedingt die beste Netzabdeckung haben.

Außerdem ist AT&T der einzige Anbieter der das neue, weiße iPhone 4 anbietet. Tja, und genau das habe ich mir dieses Wochenende gekauft.

Ich hatte für ne zeitlang Niks altes iPhone (das ganz alte Model) und Nik hat das schwarze iPhone 4. Daher kannte ich Apple, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Aber letztendlich haben die Vorteile für mich nun überwogen.

Nachteil 1: AT&T

Der größte Nachteil ist AT&T. In den Großstädten ist AT&T großartig. Auf dem Land, sprich Iowa, hat man oft nur eine schlechte Verbindung und oftmals auch gar keine. Außerdem ist das schnelle 3G Netz (vergleichbar zu UMTS) nur unzureichend ausgebaut. Von 4G will ich mal noch gar nicht sprechen. Aber, seit ein paar Monaten hat der größte Teil von Waterloo 3G. Also alles gut hier.

Nachteil 2: Apple

Appels Sammelwut hat mich auch aufgeregt, aber wie bei aller modernen Kommunikationstechnologie, man muss sich schlau machen um was es geht, in wie weit man Daten hergeben will und dementspechend reagieren. In dem letzten Fall der gesammelten Ortungsdaten, kann ich, aus technischer Sicht, Apple ehrlich gesagt verstehen und mit dem neuen Software-Update ist das auch kein Problem mehr für mich. Also auch hier alles gut.

Nachteil 3: iTunes

iTunes ist nicht die Krönung an Mediasoftware, aber ich kann damit leben. Es ist nicht schrecklich, es könnte aber besser sein.

Über 350.000 Voreile: Apps

Klar, was man über Apps bekommen kann, könnte man auch einfach über einen Internetbrowser bekommen. Aber Apps sind handlicher, schneller, direkt auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten, und einfach zu handhaben.

Ich denke in ein paar Wochen werde ich mal eine Liste mit meinen Lieblings-Apps schreiben. Vielleicht hilft es ja irgendwem.

Familienvorteil: Niks iPhone

Dadurch, dass Nik auch ein iPhone hat, können wir uns Apps teilen, sprich wir müssen nur einmal zahlen und beide die selben Apps auf unsere Handys laden. Außerdem können wir verschiedene Apps synchronisieren, was uns unseren Alltag schwer erleichtert.

Es mag sich komisch anhören, aber für uns macht es viel aus, wenn wir gemeinsam einen virtuellen Einkaufszettel schreiben können auf unserem iPhone. Und wer immer dann einkaufen geht, hat einen vollständige Liste mit allem was auch der andere gerne hätte. Außerdem können wir gemeinsam einen Familienkalender pflegen auf den wir beide jederzeit Zugriff haben. Klar, man könnte alles auch mit Papier und Stift abends zuhause machen, aber wie oft vergisst man dann eine Kleinigkeit? Für uns ist es eine echte Hilfe.

Vorteil der Handhabung

Manche Leute hassen es, ich liebe es: den Touch-Screen! Nichts ist einfach zu handhaben als auf ein Symbol zu klicken, Bilder hin und her zu ziehen, und Seiten mit einem Wisch umzublättern. Wenn es um Nutzerfreundlichkeit und Einfachheit geht ist das iPhone nicht zu schlagen.

Moderne Realität

Alles in allem liebe ich mein iPhone. Klar, es hat auch den Coolness Faktor, will ich gar nicht leugnen. Aber ich schätze auch wirklich all die technischen Möglichkeiten die es bietet. Man kann über die moderne Vernetzung von Kommunikation und Information fluchen, oder es lieben. Letztenedlich ist es aber einfach eine Realität, der wir uns nicht mehr entziehen können. Warum also nicht das Beste und Schönste daraus machen? Für mich ist das das iPhone.

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Ein Loblied auf den online Wunschzettel

Eigentlich sollte jeder einen Amazon Wunschzettel haben. Man muss ja nicht unbedingt über Amazon kaufen, aber einen Wunschzettel zu haben schadet ja nichts. Ich habe derzeit gleich drei davon und auch wenn ich bisher noch wenig davon tatsächlich bekommen habe macht es mich dennoch glücklich. Dafür gibt es ettliche Gründe.

1. Shoppen ohne Geld auszugeben

Geben wir es zu, wir alle lieben es manchmal einfach shoppen zu gehen. Einfach sich mal was zu gönnen was man gerne hätte. Selbst die Männerwelt tut es, wenn auch eher bei den teureren Dingen des Alltags wie Autos, Computerspielen oder Werkzeug. Und auch ich würde manchmal gerne in einen Kaufrausch verfallen und nur mein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Konto hält mich zurück.

Daher ist es so toll sich einen Wunschzettel zusammen zu stellen. Es ist wie einkaufen: man packt sich all die Dinge die man gerne hätte auf die Liste und man hat sogar eine reale Chance es eventuell sogar zu bekommen. Aber in dem Moment hat man das Hoch eines Kaufrausches, ohen das böse Erwachen mit dem Kontoauszug.

2. Keine kabellose Computertastatur, kein Toaster, keine Wegwerfkamera

Das sind die Beispiele aus meinem Familien- und Bekanntenkreis an unerwünschten Geschenken, bei denen man sich die Beschenkte dann schrecklich bemühen musste so zu tun, als ob es das tollste Geschenk ist, das man jemals bekommen hat. Niemand sollte jemals durch so eine Situation gehen müssen und niemand sollte jemals versehentlich, weil man es nicht besser wußte, so etwas verschenken. Da ist es doch viel besser etwas zu schenken wovon man weiß, dass sich die beschenkte Person freut. Und wenn genug auf dem Wunschzettel ist, dann ist es ja noch immer eine Überraschung was man bekommt.

3. Überschaubare Portokosten

Ich lebe in den USA und habe kein deutsches Bankkonto mehr, dennoch kann ich über Amazon direkt etwas in Deutschland kaufen, innerhalb von Deutschland verschicken und dennoch mit US Dollar zahlen. Das spart mir Porto, Zeit, den Nervenkrieg, wenn man nicht weiß ob das Geschenk rechtzeitig ankommt, oder ob es überhaupt ankommt. Außerdem spar ich mir die Kreditkartengebühren für Einkäufe in einer Fremdwährung.

4. Kaufen bei Amazon und der ganzen online Welt

Obwohl ich meine Wunschzettel bei Amazon verwalte, kann ich dennoch Dinge von jedem anderen online Laden auf meinen Wunschzettel stellen. Alles wird sofort miteinander vernetzt. Wenn ich also ein paar hübsche Schuhe bei ALDO sehe, die ich über Amazon nicht bekommen kann, dann kann ich die dennoch auf meinen Wunschzettel stellen. Mit Bild und allem. Alles dank eines kleinen Plug-Ins in meinen Webbrowser.

5. Geschenkvorschläge

Ich habe Niks Wunschzettel in meinem Amazon abgespeichert, eine seperate Liste mit Geschenkideen für ihn angelegt, die beiden miteinander verknüpft und nun schlägt Amazon mir auch noch Dinge vor, die Nik vielleicht auch noch gefallen könnten. Wenn dann Geburtstag, Weihnachten, etc. naht, dann muss ich nicht lange überlegen und hab ein kreatives Geschenk über das er sich auch garantiert freut.

Zu meinem Wunschzettel hat Amazon auch noch Vorschläge, damit ich auch ja nicht vergesse was ich noch dringend brauche. Ich finde das toll. Wenn nun jeder einen Amazon Wunschzettel hätte, dann könnte ich alle Geschenkideen über eine Platform verwalten und würde nichts mehr vergessen.

6. Meine Listen

Und weil Wunschzettel nur lustig sind, wenn man sie sich auch gegenseitig mitteilt, hier mal meine:

Nikhils und mein Hochzeitstisch:

http://www.amazon.com/gp/registry/wedding/2JRA6K91UWP54

Mein privater Wunschzettel:

http://amzn.com/w/3ITZ9L5D67T4M

Mein Kindle Wunschzettel, da mein Kindle über Niks Amazon läuft:

http://amzn.com/w/HGT6HEH227JL

So, nun müßt ihr nur auch noch mir eure Wunschzettel mitteilen, damit ich euch nicht das nächste mal einen Toaster schenke (es sei denn ihr wollt den wirklich).

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Ein spontanes Wochenende

Vergangenes Wochenende war etwas ungewöhnlich und definitiv mal wieder abwechslungsreich. Alles hat damit angefangen, dass wir den Osterfreitag frei hatten und Nik dennoch geschäftlich nach Florida musste. Am Donnerstag sollte er Mittags von Cedar Rapids abfliegen, natürlich wurde es dann abends bevor er tatsächlich flog, natürlich dann nicht mit einmal umsteigen in Chicago, statt dessen mit zweimal umsteigen in Chicago und dann Huston. Also im Zickzack durch die USA. Gegen Mitternacht war er dann endlich im Hotel.

Tja, und am Freitagabend sollte es wieder zurück gehen. Erst mal nach Minneapolis und von da aus zurück nach Cedar Rapids. Ich wollte ihn dann dort abholen, sein Auto wollten wir stehen lassen, dann ab nach Chicago, wo wir Termine am Samstag hatten. Wir müssen ja doch noch recht viel für die Hochzeit organisieren. Cedar Rapids ist eine Stunde südlich von Waterloo und auf dem Weg nach Chicago. Also perfekt. Und um 3 Uhr nachts wären wir dann bei Niks Eltern angekommen, da Niks Flieger um 11 Uhr abends ankommen sollte.

Nik hatte mir um 10 Uhr aus Minneapolis angerufen, dass er jetzt im Flieger sitzt und sie in wenigen Minuten abheben werden. Daraufhin habe ich mich aufgemacht nach Cedar Rapids und war um 10.50 Uhr am Handy Parkplatz (direkt vor dem Flughafen, wo man kostenlos parken kann, bis man nen Anruf bekommt und die Person einfach nur noch am Ausgang aufgabeln kann). Dabei sollte ich allerdings erwähnen, dass es so neblig war, dass ich fast die Abfahrt von der Interstate verpasst hätte.

Nach 20 Minuten Warterei wußte ich, dass irgendwas nicht stimmt. Ich hab Navin kontaktiert, damit er mir im Internet nachschaut was mit Niks Flug los war. Wegen des dichten Nebels hatte ich schon vermutet, dass sie vielleicht auf den Flughafen in Moline umgewichen waren. Das war jedenfalls meine Hoffnung. Moline liegt eine weitere Stunde süd-östlich von Cedar Rapids und auch auf dem Weg nach Chicago. Leider kamen dann aber schlechte Nachrichten von Navin. Niks Flug sei gecancled, aber da wäre ein Flug zur selben Zeit der von Minneapolis nach Minneapolis fliegt. An dem Punkt bin ich in Flughafen rein um die selbe Info zu bekommen. Niks Flug musste umkehren und war auf dem Weg zurück nach Minneapolis. Mit den Neuigkeiten bin ich wieder ins Auto und Richtung Waterloo zurück.

Auf halbem Weg Heim hat Nik mich nun endlich angerufen. Er war frisch in Minneapolis (nun zum zweiten mal) gelandet. Wegen Nebel konnten sie nicht landen, Moline war auch neblig und ein Tornado-Gewitter-System war südlich von Moline im Aufmarsch.

Nik hat dann noch versucht seinen Flug nach Chicago umzubuchen, aber das wollten die nicht machen. Aber sie waren sich relativ sicher, dass sie ihn am nächsten Morgen um 9 nach Cedar Rapids fliegen könnten. Ein Hotelzimmer für die Nacht würde aber nicht bezahlt werden.

Mit anderen Worten, wir wären nie rechtzeitig nach Chicago gekommen und Nik sollte eine schlaflose Nacht auf dem Flughafen verbringen. Ich war nachts um halb 1Uhr nachts wieder kurz vor Waterloo, als Nik mich fragte, ob ich nicht ein Wochenende in Minneapolis verbringen will. Tja, und da all unsere Pläne eh schon ins Wasser gefallen waren, warum eigentlich nicht? Ich bin dann einfach weiter gefahren (Minneapolis liegt etwa 3 Stunden nördlich von Waterloo).

Um kurz vor 4 Uhr morgens war ich am Flughafen, hab Nik abgeholt. Er hatte in der Zwischenzeit ein Hotelzimmer reserviert und um kurz vor 5 waren wir dann im Bett. Geschlafen wurde bis um 13 Uhr. Irgendwie hat das sogar die blöde Fahrerei Spaß gemacht.

Nik war noch nie in der Mall of America gewesen und so sind wir am Samstag Nachmittag shoppen gegangen. Viel gekauft haben wir nicht, aber es war schön einfach mal wieder relaxed bummeln zu gehen. Gegen Abend sind wir nach Downtown gefahren, sind am Mississippi spazieren gegangen, haben die örtlichen Kneipen ausprobiert und waren spät abends schick Essen.

Ich kann gar nicht beschreiben wie wunderbar es war mal wieder einen ganzen Tag nur für uns zu haben, dazu noch in einer tollen Stadt, die etwas zu bieten hat. Nicht wie langweiliges Waterloo. Und auch nicht wie Hochzeits-gestresstes Chicago. Am Sonntag haben wir dann noch mal schön ausgeschlafen und dann ging es zurück nach Iowa. Wir mussten ja noch Niks Auto in Cedar Rapids abholen.

So, das war unser Osterwochenende. Etwas anders als geplant und vielleicht etwas unkonventionell, definitiv mit viel Fahrerei, aber genau das was wir mal wieder gebraucht haben.

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Ich liebe mein Kindle

Nik hat mir, anläßlich unseres Deutschlandtrips, mein Geburtstagsgeschenk dieses Jahr etwas früher gegeben. Ich habe mir für dieses Jahr ein Kindle gewünscht und die Woche vor unserem Trip auch bekommen. Und ich bin bereits jetzt überzeugt, dass es das beste Geschenk war, dass ich bekommen konnte.

Bis vor kurzer Zeit war ich noch skeptisch, ob ich es mag Bücher an einem e-book reader zu lesen. In den Läden hier, Barnes&Nobles mit dem Nook, Best Buy mit dem Kindle, und andere Elektronikläden mit den Readern von Sony, hatte ich schon öfters mit den Geräten gespielt und spaßeshalber mal etwas recherchiert. Lesen auf dem PC ist nicht wirklich das wahre. Ich schau den ganzen Tag auf meinen Computer Bildschirm, da will ich mir doch nicht noch abends die Augen verderben. Als ich aber das iInk der Geräte gesehen habe, hat sich meine Einstellung geändert. Es ist kaum zu glauben, wenn man es sieht, aber es sieht wirlich so aus, als ob der Text direkt auf das Gerät gedruckt ist. Es ist sehr angenehm für das Auge und ist leicht und handlich.

Es klang alles ganz gut, aber rechtfertig es wirklich die Kosten für das Gerät? Schließlich kann man sich viele Bücher kostenlos in der Bücherei ausleihen. Oder von Bekannten ausleihen. Oder gebraucht auf dem Flohmarkt kaufen. Aber mal ganz ehrlich, ich schaffe es praktisch nie auf einen Flohmarkt, die Bücherei hat eine limitierte Auswahl und ich schaff es da auch nicht so oft hin wie ich gerne wollte und die meisten meiner Bekannten lesen nicht die selben Sachen wie ich.

Grundsätzlich geändert hat sich meine Einstellung dann, als ich „Alice in Wonderland“ von Lewis Caroll im Original gelesen habe. Ich habe mir eine Taschenbuchausgabe für 6 Dollar gekauft gehabt und habe es in einem Stück verschlungen. Eine fantastische Geschichte. Und komplett kostenlos bei Amazon für den Kindle. Ebenso „Der Graf von Monte Christo“ (in englisch). Oder „Moby Dick“, „Gullivers Reisen“, die Bibel, Aristoteles,… Sprich, die echten Klassiker kann man kostenlos auf den Kindle laden. Und ich lese Klassiker sehr gerne. Ebenso gibt es eine Vielzahl von englischen Groschenromanen kostenlos. Nur der Vollständigkeitshalber erwähnt.

So gesehen, bei den Kosten von 120 Dollar für ein Kindle und einem angenommenen Preis von 6 Dollar für ein Taschenbuch, habe ich meine Kosten wieder drin, wenn ich 20 kostenlose Bücher gelesen habe. Insbesondere, da ich die anderen Möglichkeiten, wie Ausleihen, eh nicht wahrnehme.

Seit ich mein Kindle ausgepackt habe, habe ich bereits 20 Bücher runter geladen. Davon habe ich mit dem ersten Buch angefangen (Gullivers Travels). Außerdem habe ich mir ein Probeabbo der FAZ besorgt. Nun kann ich jeden morgen zum Frühstück die FAZ lesen. Ich wollte schon immer ein FAZ Abbo haben, aber hier in Iowa bekommt man die Zeitung erst mit einem Tag Verspätung per Post geliefert. Außerdem paßt nun die gesamte Zeitung locker in meine Hand und bedeckt nicht den gesamten Frühstücktstisch und ich brauche auch keine kreativen Bastelfähigkeiten um auf die nächste Seite zu blättern.

Ich bin bereits begeisteter Leser auf der Online-Plattform von FAZ, Spiegel, und Zeit. Aber dort gibt es meist nur Kurznachrichten mit vielen Schreibfehlern. Wirklich gut ausgearbeitet Berichterstattung findet man nach wie vor nur in der Druckausgabe.

Vor kurzem habe ich auch noch eine andere angenehme Seite kennengelernt. Ich habe mich mit meiner Cousine Mary über ein Thema unterhalten, zu dem ich viele Fragen hatte. Sie hat mir daraufhin ein Buch empfohlen. Sie hat mir noch während unseres Telefonats einen Link zu dem Buch bei amazon per email geschickt, ich hab das Buch für den halben Preis vom Druckpreis fürs Kindle gekauft, und im selben Moment war es schon auf meinem Gerät und ich konnte sofort mit lesen anfangen. Wie klasse ist das denn? Keine Warten auf das bestellte Buch, keine Fahrerei in nächsten Laden, oder zur Bibliothek, statt dessen sofort für mich bereit zum lesen.

Abgesehen davon habe ich mir noch ein Buch über Produktionsplanung gekauft. Ja, eigentlich wollte ich erst mal kein Geld für e-books ausgeben. Aber als ich das Buch für 1 Cent gesehen habe, wobei die Hardcover Ausgabe 180 Dollar kostet, da konnte ich nicht wiederstehen.

Ich bin mir nicht ganz sicher wie leicht mein Kindle tatsächlich ist, aber es ist verdammt leicht. Es paßt bequem in jede Tasche die ich habe und ich kann den Kindle daher jederzeit, überall hin mitnehmen. Da habe ich nun also die aktuelle Ausgabe der FAZ und meine 20 Bücher (klassische Literatur und Sachbücher) in meiner Handtasche und merke es kaum.
Im den Jahren 2007 and 2008 bin ich insgesamt 12 mal umgezogen. 12 mal habe ich Bücher eingepackt, ausgepackt, aussortiert, eingemottet, verschenkt, gespendet und rumgeschleppt. Nicht dass ich plane das noch einmal zu wiederholen, aber es ist schön mit weniger Zeugs durchs Leben zu gehen. Ein schön gefülltes Bücherregal ist nett, aber mal ehrlich, es braucht viel Platz, staubt voll und wie oft nimmt man ein Buch tatsächlich ein zweites mal zur Hand. Daher genieße ich es jetzt, dass ich in Zukunft meine Bibliothek in einem kleinen, handlichen Gerät mit mir tragen kann und nicht all meine Wände mit mehr und mehr Regalen vollstellen muss. Abgesehen davon, dass wenn Nik und ich das nächste mal umziehen, wie keine super schweren Bücherkisten mehr schleppen müssen.

Alles in allem, innerhalb von ein paar Wochen habe ich mich völlig in mein Kindle verliebt. Und ich freue mich darauf auf langen Flügen all meine Bücher bei mir zu haben und nicht schon vorher wissen zu müssen was ich lesen will. Wenn nun noch mehr deutsche Bücher als e-books verlegt werden und die deutschen Klassiker vielleicht auch noch kostenlos werden (Copyright ist auf den ollen Goethe ja schon ausgelaufen), dann bin ich vollends glücklich.

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Eine Woche Deutschland

Es ist schon wieder einen Monat her seit ich mich hier gemeldet habe, dabei gäbe es, wie immer, eigentlich viel zu berichten. Das Berichtenswerteste ist natürlich unser Deutschlandtrip von dem Nik und ich erst zurück gekehrt sind. Wir haben die Woche sehr genossen und wie immer ist die Zeit viel zu schnell verflogen.
Ich habe mich vor allem gefreut einen Großteil meiner Familie wieder getroffen zu haben und extra Zeit mit Ina gehabt zu haben. Auch dass ich meine Freundin Bettina nach vier Jahren endlich wieder gesehen habe, war klasse. Und obwohl ich weiß, dass ich alle zu unserer Hochzeit wieder sehe, hat es mir dennoch das Herz gebrochen wieder abzureisen. Nik und ich haben uns auf jeden Fall geschworen, häufiger, und auch länger nach Deutschland zu kommen.

Neben meiner Stipvisite im Schwarzwald waren Nik, Ina und ich noch für einen Tag in Köln, haben Kirche und Kölsch genossen, waren am Limes im Odenwald (Nik wollte römisches sehen und in Köln war da nicht mehr viel), haben uns Karlsruhe angeschaut und Ina hat uns in die Welt des Geocachens eingeführt. Ich habe mich mit allerlei deutschen Leckereien eingedeckt und habe im Kaufland fast geheult, als ich die Auswahl an Ostersüßigkeiten, Marmeladen, Käsesorten, etc. gesehen habe. Kaum zu glauben, aber im Lande des Überflusses USA gibt es bei Nahrungsmitteln einfach keine große Auswahl. Da hat die EU/EG mal was richtig gemacht.

Alles in allem war es einfach mal wieder nötig gewesen nach Deutschland zu kommen. Klar war natürlich, dass ich dann auch gar nicht wieder gehen wollte. Hab geheult und noch die ganze Woche danach mich wütend gefragt, warum die Welt so kompliziert ist, dass wir nicht gleich nach Deutschland ziehen können. Dann habe ich aber wieder den strahlend blauen Himmel von Iowa gesehen, war um Mitternacht noch ne Kleinigkeit einkaufen und da hab sogar ich wieder was positives an meiner neuen Wahlheimat entdecken können. Nichts desto trotz, ich vermisse Deutschland, meine Familie, meine Freunde und habe die Woche Urlaub schrecklich genossen und habe all das Deutsche voll und ganz in mich eingezogen um voller Inspiration und neuer Energie zurück zu kehren.

Leider habe ich mich hinterher wieder geärgert, dass wir zu wenig Fotos gemacht haben. Hätte zum Beispiel am Abend von Inas Geburtstag Fotos mit allen Familienmitgliedern machen sollen. Hab ja hier gar keine Fotos von Onkeln und Tanten (abgesehen von ganz alten Fotos zur ersten Kommunion, etc.). Dennoch, es kam eine nette Sammlung von etwa 200 brauchbaren Fotos zusammen, die ihr euch hier näher anschauen könnt.

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Das bischen Abschreiben… und wie mich das aufregt

Ich schaue mir jetzt sein ein paar Tagen dieses Schauspiel in der deutschen Politik , Medien und Gesellschaft an und habe Anfangs nur gestaunt, dann „empöre“ ich mich (worüber ja auch schon zu viel in den europäischen Medien geschrieben wurde) und mittlerweile rege ich mich nur noch maßlos auf.
Ich muss zugeben, seit ich in den USA bin habe ich von dem Politikstar Karl-Theodor zu Guttenberg und seiner Arbeit vergleichsweise wenig mitbekommen. Er scheint nen guten Job getan zu haben, gestehe ich im zu, ist okay. Aber glaubt die deutsche Mehrheit eigentlich wirklich, dass nur weil einer ein paar Monate lang gute Arbeit geliefert hat, eigentlich noch keine Langzeiterfolge nachweisen kann, und der sich offensichtlich in seine Position nur erschleimt, erkauft? (wie kann sein Doktorvater, oder seine Uni das eigentlich nicht gemerkt haben?) und erlogen hat und dazu noch ein bischen deutsche Sissi-Königs-Adels-Träume bedient hat, dass dieser Mann vertrauenswürdig und fähig ist uns in politischen Dingen zu vertreten?
Wenn man die Umfragewerte dieses Mannes anschaut, scheint es so, als ob die Mehrheit denkt, dass das „bischen“ Abschreiben eine Bagatelle ist. Das ist es aber nicht! Das Kanzlerin und Partei nach wie vor hinter diesem Mann steht, zeigt nur, meiner Meinung nach, wie verzweifelt diese sind, dass sie an einem solchen Mann festhalten wollen und gleichzeitig, wie wenig ehrliche Arbeit und Wissenschaftlichkeit gewürdigt werden.
Jeder der jemals studiert hat, der eine Diplomarbeit, Master-Thesis, oder eben eine Doktorarbeit geschrieben hat, weiß wieviel Arbeit, Schlaf, Zeit, Aufwand, Kopfzerbrechen und nochmals Arbeit es ist eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben. Jeder der jemals durch diesen Prozess ging weiß auch über alle Regeln Bescheid, weiß wie man korrekt zitiert, insbesondere in Fächern wie Geschichte, Literatur und eben Jura. Bis zur Doktorarbeit hat man ein System entwickelt, womit man die Literatur nicht durcheinander bringt, etwas übersieht, versehentlich nicht zitiert. Abgesehen davon, dass Schreibprogramme wie Microsoft Word, etc. einem diese Arbeit mittlerweile praktisch abnehmen. Da jeder Student um all dies weiß, muss man unserem Verteidingsminiter in diesem Fall Vorsatz unterstellen. Wir reden hier schließlich nicht davon eine einzelne Fußnote vergessen zu haben, oder inkorrekt angegeben zu haben. Wir reden von über 20% seiner Doktorarbeit was nur aus abgeschriebenem, unzitiertem Text besteht.
Wer in so großem Stil abschreibt, dem möchte ich fast eine kriminelle Energie unterstellen. Offensichtlich wurde hier persönliches Weiterkommen und Erfolg höher gewertet, als die Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens. Und was ist so schlimm daran, möchte einer fragen, der noch nie eine Uni von innen gesehen hat?
Abgesehen davon, dass er den Ruhm und die Ehre zitiert zu werden all seinen Quellen abgesprochen hat, und diese darüber nicht sehr erfreut sein werden, gibt es noch eine weitere Dimension. Was wäre denn, wenn es gang und gäbe wäre, wenn jeder abschreibt? Der Wissenschaftsbetrieb würde zum Stillstand kommen, da alle Arbeiten nutzlos wären. Jegliche Forschung und Entwicklung würde auf die freie Wirtschaft zurückfallen, die im Normalfall gerade in Bereichen wie Jura bestimmt nicht die richtigen Forschungsräume bieten. Da andere Wissenschaftler sich auf bereits erstellte Arbeiten verlassen müssen, würden Fehler weiter zitiert werden. Und wenn es Standard würde, dass man abschreibt, dann kann man doch auch mal eine Information unterschlagen, ein paar Daten verschwinden lassen, oder Daten so hinmanipulieren, dass es auf die eigenen Schlußfolgerungen passt. Abschreiben ist ein Anfang zur Zerstörung des Wissenschaftsbetriebes. Man sollte nur daran denken was passieren würde, wenn ein Doktor der Medizin so etwas machen würde und damit Menschenleben riskiert.
Auch sollte man sich fragen, was für Konsequenzen es hat einen Doktortitel zu tragen? Im Normalfall bedeutet das ein höheres Einkommen, ein schnelleres Vorrankommen in der Karriere, karrieretechnisch öffnen sich Türen, die einem zuvor verschlossen blieben, was dann zu einem weiteren, höheren Einkommen führt. Ganz abgesehen von der gesellschaftlichen Stellung die man einnimmt. Man wird ernster genommen, das Wort eines Doktors zählt häufig mehr und Leute ohne den Doktortitel schauen einen schon mal aus einem anderen Blickwinkel an. Man kann das alles für richtig oder falsch halten, aber es ist eine Realität.
Klar sind Doktoren keine Halbgötter und solten auch nicht als solche behandelt werden, aber normalerweise steht hinter einem Doktortitel auch sehr viel harte Arbeit und viele Entbehrungen, die langfristig allen nutzen, und diese Arbeit verdient Anerkennung und Respekt. Karl-Theodor zu Guttenberg hingegen hat all das für sich in Anspruch genommen, aber nichts geliefert. Er hat sich seine Stellung, seinen Respekt, sein Einkommen so gesehen tatsächlich erklaut. Und so einen Dieb wollen wir tatsächlich weiter in unserer Regierung sitzen haben? Jemand wie er soll darüber entscheiden was richtig ist für uns Bürger, wenn er offensichtlich keinen Unrechtssinn bei seinem eigenen Handeln kennt?

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Mein Hochzeitskleid

Nik und meine Hochzeitsfeier kommt näher und näher (es sind nur noch 5 Monate) und wir müssen uns langsam beeilen alles organisiert und geplant zu bekommen.

Vergangens Wochenende wurde ein wichtiges Detail entschieden: mein Kleid!

Ich war bereits seit November am schauen, shoppen, anprobieren, verhandeln, rumtelefonieren, suchen,… es ist der Wahnsinn wie schwierig es sein kann ein Kleid zu finden.

Meine Freundin Stacy hat mich in jeden Brautladen in Ost-Iowa begleitet und hat mit mir Kleider angeschaut, verhandelt, und Verkäuferinnen angeschnautzt, wenn diese nicht zurück gerufen haben. Denn ich hatte ein Problem kultureller Natur: ich wollte kein weißes Kleid!

Zum einen wollte ich ja eh immer ein rotes Brautkleid. Zum anderen ist in Indien weiß die Farbe der Trauer. Wenn ich also in einem ganz weißen Kleid aufgetauchen würde, würde ich wie eine Wittwe an meiner Hochzeit ausgesehen. Also habe ich online recherchiert, Telefonate geführt, mit Schneiderinnen verhandelt wegen Änderungen, bei Designern angefragt, und…. NIX! Absolut nichts! Selbst als ich sagte das Preis keine Rolle spielt kam nichts bei rum. Ich habe genau zwei Kleider gefunden die rot waren, die aber ansonsten pott hässlich waren. Dann habe ich noch zwei Kleider gefunden, die man hätte in der Farbe ändern können. Das eine hätte aber eine riesen Schleppe gehabt, die ich nicht wollte (die konnte man scheinbar nicht ändern), das andere war unbezahlbar.

So habe ich mich schlußendlich für ein indisches Kleid entschieden. Genauer gesagt zwei indische Kleider. Ich sehe darin aus wie eine orientalische Prinzessin. Die Kleider sind beide traumhaft schön, sündhaft teuer und obwohl indisch, irgendwie genau mein Stil. Halt was anderes und etwas ausgefallen, selbst für indische Verhältnisse.

Da ich nun indisch trage, hat sich Nik auch dazu durch gerungen indisch zu tragen, jedenfalls für die Zeremonie. Eigentlich wollte er erst gar nicht, genau wie ich. Aber er sieht klasse darin aus.

Meine endgültigen Hochzeitskleider zeige ich euch jetzt nicht, aber ich dachte ich kann euch all die Kleider zeigen, die ich nicht tragen werde. Manche waren traumhaft schön, andere weniger (geradezu albtraumhaft waren manche). Ich konnte leider nicht in allen Läden Fotos machen, aber dennoch habe ich eine kleine Fotokollektion zusammen bekommen.

wedding dresses
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